ATELIER
Im November 2025 habe ich in der alten Fabrik, in der ich seit über 30 Jahren Architektur mache, einen Raum übernommen und darin ein Atelier eingerichtet. Nach und nach trage ich dort meine Arbeiten, die bisher an unterschiedlichen Orten deponiert waren, zusammen. Ich sichte sie und mache mir einen Überblick, was alles über die Jahre entstanden ist. Es ist ein Ort, an dem ich bewerten kann, mit welchen Werken ich mich erneut befassen möchte. Die Idee von „INDEX“ ist entstanden. Neben der Arbeit mit vorhandenen Werken entstehen bereits neue Arbeiten. Warum nun Res,Murt? So wie ich der Kunst einen physischen…
ATELIEREINBLICK 29.05.2025
Mein Name sei Murt, Res Murt. Res kommt aus dem Lateinischen und steht für Sache, Gegenstand, Ding, Wesen. Die Muring ist eine Grundkette, die in Häfen oder an Stegen verwendet wird, um Boote festzumachen. Sie ist mit einem schweren Gewicht am Meeresboden verankert und ermöglicht es, ein Boot zu sichern. Ich mache fest. Ich gehe den Fragen auf den Grund. Als Vorhaben. Nicht als Pflicht. Das Komma zwischen RES und MURT steht symbolisch für den Anker. ,MURT ist die Kurzform. ,MURT ist der Raum für mein und meine Arbeiten. Ein Raum, in dem ich mich bei und in meinen Werken…
RES,MURT
Altes hervorzuholen, zu analysieren und erneut zu bearbeiten kann ein Brückenschlag sein zwischen künstlerischer Herkunft und möglicher Weiterentwicklung. Altes hervorzuholen könnte aber auch das Scheitern erinnern und Pfade von Fehlentwicklungen ans Licht heben. Im März 2025 entschied ich mich für die Einrichtung eines eigenen Ateliers, inhaltlich und als räumlicher Rahmen, um alle bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Arbeiten in einem Raum zusammen zu bringen. Ich begann, diese zu fotografieren und die dabei vergebenen Kennzeichnungen in ein Werkverzeichnis zu übertragen. Bis dahin war das lediglich eine Form der Dokumentation. Bereits beim Zusammentragen, Transportieren, Sortieren und Betrachten strahlten diese Arbeiten zunehmend Kraft…
WERKE
Das Projekt beginnt im Mai 2025 mit der ersten Zusammenstellung von Material der unterschiedlichsten Medien. Alle Werke erhalten die Bezeichnung nach einem einheitlichen und übergreifenden System. Das ist der Index. Führend ist das Jahr der Entstehung des Ursprungswerks. Dieses Kürzel für das Jahr bleibt immer erhalten. Verändern wird sich die Stelle danach. Sie ist der Index und ist fortlaufend von 0 bis unendlich :-). Wenn der Start bei 25’0 war, ist das dann für die erste Überarbeitung die 1 und der Index lautet 25’1. Dann ist noch wichtig, dass der Index eine Information über das Jahr der Indexierung bekommt. Aus…
INDEX
Ich bezeichne die Texte bevorzugt als Skizzen, die wie beim Entwerfen auf durchscheinendem Papier immer wieder überschrieben werden, bis der Stand der Komposition an ein Vertretbares oder Hörbares heranreichet. Es ist ein Eintauchen in den Textkörper. Die Poesie der Arbeit ist das Prozessuale, welches auch als Protokoll einer Sichtbarmachung verstanden werden kann. Das Unvollendete bleibt Gegenstand. In einem solchen Raum verliert der bisher geltende Anspruch auf Zielgerichtetheit und Linearität, Rechtfertigung und Perfektion seine Macht. Die Schönheit liegt in einer Form der Unvollkommenheit (Wabi-Sabi). Für alle ausgewählten Texte gelten einheitliche formale Parameter. Die hierfür entwickelte Struktur regelt die Spaltenbreite und enthält…
TEXT
Die 2D-Objekte sind Bilder und keine Objekte im eigentlichen Sinn. Das trifft es dann aber auch wieder nicht genau. Viele der Bilder und Collagen haben eine tiefe dreidimensionale Wirkung und Weite. Sie bestehen aus zahlreichen Schichten aus festen Materialien und Mikroobjekten, aus natürlichen Extrakten wie getrocknete Fischhaut und vegetarische Element. Darüber kommt ein Coating aus mehreren Lagen aus Lacken und Pigmenten. Die Schichten werden partiell dann wieder perforiert und ausgeschnitten. Der Blick in diese Tiefe erzeugt eine dreidimensionale Wirkung. Das ihnen wiederholt nachgesagte Geheimnisvolle nehme ich als Motivation an, diese Form des Ausdrucks weiterhin zu entwickeln und zu intensivieren. Hier…
MEDIUM 2D
Die 3D-Objekte sind möglicherweise eine Ausnahme von der beschriebenen Wandelbarkeit und die Statik im Ganzen. Diese sind aus natürlichen Quellen gewonnen und bearbeitet oder artifiziell dreidimensional geformt aus Metall und Holz. Es gibt sie auch in Form von kleinen Designobjekten und Möbeln. Sie sind nicht so einfach als Index zu konvertieren, vielleicht die Bilder von ihnen. Statik hat noch keinem Haus geschadet.
MEDIUM 3D
Meine Immagini sind statische und bewegte Fotografien und Clips. Meine Affinität zum Italienischen ließ mich einem spontanen Impuls folgen, sie so zu nennen. Alle Aufnahmen entstehen mit der Handykamera. Dieser Standard ist gesetzt. Sie werden entweder im Hoch- oder Querformat zugeschnitten und anschließend bearbeitet. Entfremdung und Abstraktion bieten den Raum für Imagination und die Frage, was in der Entfremdung gelesen und gesehen werden kann. Fertig. Und dann kurz darauf das Nächste. Die „Immagini“ sind meine neueste Entdeckung und schon jetzt nicht mehr aus der täglichen Arbeit weg zu denken. Die Immagini fissi sind Fotos im quadratischen Zuschnitt oder im langen Querformat. Die Immagini temporali sind bewegte Bilder oder…